Euer Windows ist instabil?

Installiert und deinstalliert man viele Anwendungen unter Windows, dann kann es passiert, dass Systemdateien geändert werden, auf die auch Eure Lieblingsanwendung angewiesen ist. Eigentlich passt Windows auf diese Dateien aus. Aber manchmal klappt das nicht.

Besonders, wenn Ihr Anwendungen ausprobiert habt, die nicht nach den Regeln spielen. Das müssen nicht unbedingt immer gleich Viren sein. Es können auch schlecht programmierte Treiber oder ähnliches sein.

a) Um das Problem zu lösen, brauchen wir die Windows-Kommandozeile mit Adminrechten. Wer die nicht kennt, der sollte sich Hilfe bei Jemanden holen, der sich besser auskennt. Am einfachsten sucht man cmd.exe im Startmenü und klickt dann das gefundene Icon rechts an. Dann die Option „Als Administrator ausführen“ wählen.

b) Zuerst sorgen wir dafür, dass Windows die aktuellsten Systemdateien für Euren Windows-Build auf Lager hat

DISM.exe /Online /Cleanup-image /Restorehealth

c) Jetzt die installierten Systemdateien, mit denen aus dem „Lager“ auffrischen

sfc /scannow

Fertig.

Nachtrag: Es ist auch eine gute Idee, von Zeit zu Zeit das „Lager“ mit den Systemdateien aufzuräumen. Die folgenden Befehle bewirken einen Aufräumprozeß. Danach können Sicherheitsupdates nicht mehr rückgängig gemacht werden. Also nur bei einem stabilen System verwenden!

Dism.exe /online /Cleanup-Image /StartComponentCleanup /ResetBase

Quelle: https://docs.microsoft.com/en-us/windows-hardware/manufacture/desktop/clean-up-the-winsxs-folder

Kein Netzwerk unter Windows?

Ihr kommt nicht mehr ins Netzwerk?

Meistens ist es ja einfach eine Störung des Providers. Oder die WLAN-Verbindung ist zusammengebrochen.

Wenn Ihr alle Router, Switche, Modems und Computer neu gestartet habt, dann kann es vorkommen, dass eure Windows-Sockets einen Fehler aufweisen. Das passiert, wenn man viele Netzwerktreiber installiert und deinstalliert hat und die Treiber-Kette so eine Lücke bekommen hat.

Probiert in diesem Fall einmal auf der Kommandozeile (mit Adminrechten) von Windows diesen Befehl:

netsh winsock reset

Mit

netsh winsock show catalog

könnt ihr nachsehen welche Geräte Eure Netzwerkverbindungen nutzen. Ihr werdet staunen.

Bootsektor unter Windows zerschossen?

Euer Windows 10-Rechner bootet nicht mehr, weil Windows nicht mehr gefunden wird. Vielleicht hilft Euch folgende Anleitung.

Ihr befindet Euch auf der Kommandozeile, da Euer Windows streikt. Gebt folgende Kommandos ein:

a) Masterbootrekord reparieren

bootrec /fixmbr

b) Windows-Installationen suchen

bootrec /scanos

c) Boot Configuration Data reparieren

bootrec /rebuildbcd

d) Reparatur abschließen

bootrec /fixboot

Viel Erfolg. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Fotografieren in JPG + RAW. Duplikate sicher entfernen.

Wer in RAW fotografiert kennt die Option der Kameras, gleichzeitig ein JPG abzuspeichern. Das sieht anfangs nach einer guten Idee aus. Aber bald belegen die JPG-Duplikate wertvollen Speicherplatz auf der Festplatte. Und damit natürlich auch Platz in den Backups.

Also weg mit den Duplikaten.

Bei einer großen Bildersammlung, wie die der monks37, ist das ohne ein schlaues Programm viel Handarbeit. Zum Glück gibt es mächtige Windows-Bordmittel, die einem dabei helfen. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für alle, die wissen, was die Windows-Kommandozeile ist:

a) Sichern, also Backup aller Bilddateien erstellen. Ohne Backup solltet ihr niemals Dateien im großen Stil löschen.

Kein Backup – Kein Mitleid!

b) Kommandozeile cmd.exe aufrufen.

c) In der Kommandozeile in den Bilderpfad wechseln.

d) Folgenden Befehl eingeben und ausführen:

for /f "delims==" %r in ('dir /b /s *.cr2') do del "%~dpr%~nr.jpg"

Die Stelle *.cr2 (Canon Raw) durch *.rw2 (Lumix Raw), *.nef (Nikon Raw) oder was immer Eure RAW-Extension (Dateierweiterung) ist, ersetzen. Habt ihr Kameras mehrerer Marken verwendet, dann müsst ihr den Befehl für jede RAW-Endung einmal ausführen.

Der Parameter /s sorgt dafür, dass der Befehl auch Unterverzeichnisse durchläuft. Er findet alle Raw-Dateien, zu denen unter gleichem Stammnamen eine JPG-Datei gefunden wird und benennt diese um.

Beispiel

Auf der Festplatte liegen die Duplikate und einzelne JPGs

100000.rw2

100000.jpg

100001.rw2

100001.jpg

100002.jpg

100003.jpg

Dann findet der Befehl 100000.jpg und 100001.jpg und benennt diese in 100000.jpg.dup und 100001.jpg.dup um. Das Verzeichnis sieht danach so aus:

100000.rw2

100000.jpg.dup

100001.rw2

100001.jpg.dup

100002.jpg

100003.jpg

Die einzelnen JPGs sind also erhalten geblieben. Jetzt ist es ein Leichtes alle .dup-Dateien zu finden und zu verschieben oder zu löschen.

Tipp für Lightroom-Benutzer

Wer Lightroom verwendet, der sieht die Duplikate in Lightroom in der Bibliothek nur als sogenannte Sidecar- bzw. Filialdateien. Ohne Plugins lassen sich diese in Lightroom nicht entfernen.

Aber Lightroom kommt mit unserem Befehl von oben sehr gut zurecht. Nachdem ihr alle Duplikate umbenannt habt, solltet ihr in Lightroom die komplette Bibliothek synchronisieren.

Wenn alles wie bei uns geklappt hat, dann wird Lightroom nicht eine einzige Datei vermisst melden, obwohl die Sidecar-Dateien nicht mehr gefunden werden konnten. Damit habt ihr die Sicherheit, keine Unikate umbenannt zu haben. Das Löschen der .dup-Dateien kann dann sorgenfrei erfolgen.

Für ganz Mutige

Ersetzt man das Kommando in der Befehlszeile durch

for /f "delims==" %r in ('dir /b /s *.cr2') do del "%~dpr%~nr.jpg"

dann werden die Duplikate sofort gelöscht. Uns war das ehrlich gesagt zu heikel. Auf keinen Fall ohne Backup ausführen!